Hotelgeheimnisse

Diskretion ist zwar gerade in Hotels oberstes Gebot. Schließlich lebt die Branche auch davon, den Mantel des Schweigens darüber zu hüllen, wenn der alte Rock’n’Roller mal wieder das Zimmer zerlegt und den Fernseher aus dem Fenster geschmissen hat – damit die Promis wiederkommen und sich sicher fühlen können. Aber manchmal wird eben doch was ausgeplaudert, das nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch dem eigenen Wohlbefinden dienen kann. Angestellte, Rezeptionisten und Putzfrauen haben dem US-Magazin „Women’s Health“ ein paar (offene) Geheimnisse verraten. Hier sind sie.

Suchen und buchen

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Zimmer zu buchen: online über das hoteleigene Buchungssystem oder über Portale wie HRS oder booking.com. Der beste Weg ist aber immer noch der direkte Draht, also anrufen und nachfragen, weil man so die Provision für die Vermittlung spart (kann bis zu 25 % sein) und die besten Preise bekommt. Man hat übrigens auch schon von ganz schlauen Füchsen gehört, die das freie Zimmer über ein Buchungsportal gefunden und gesichert haben, anschließend direkt beim Hotel nach einem besseren Preis gefragt haben, dann kostenfrei gecancelt und einfach neu gebucht haben.

Lächeln und bestechen

Oft sind die Hotels nicht zu 100 % ausgelastet, was Spielraum beim Einchecken ermöglicht. Also an der Rezeption bitte recht freundlich sein und während des Gesprächs vielleicht schonen einen kleinen Schein über die Theke schieben („vielen Dank für Ihre Bemühungen“). Denn die Rezeptionisten kennen natürlich die Vor- und Nachteile der Zimmer: bessere Lage, schönere Ausstattung, größerer Fernseher. Wenn man besonders geschickt ist, kann man sich sogar mehrere Zimmer zur Auswahl anschauen. Wie man aber vorgeht, wenn alles zu spät ist, wie man also richtig reklamiert, ist hier zu lesen.

Decke und Kissen

Möglicherweise ist es in manchen Hotels sauberer als in manchen privaten Gemächern. Aber im Zweifelsfall ist es doch immer angenehmer, im eigenen Dreck zu hausen. Welche Flecken im Zimmer besonders kontaminiert sein können, werden wir beizeiten noch extra durchleuchten. Angenehm ist es auf jeden Fall, in einem sauberen Bett zu schlafen. Okay, die Bettwäsche wird im Hotel fast jeden Tag frisch gewaschen und neu bezogen, aber was sich darunter verbirgt? Insider sagen: Die Bettdecke wird einmal die Woche, das Kissen einmal im Monat, wenn überhaupt gewaschen. Ist es da zu viel verlangt, bei der Ankunft ein frisches Set bestehend aus Decke und Kissen zu verlangen?

Sessel und Sofa

Wenn man gut angekommen ist, macht man sich’s erst mal gemütlich. Wenn nicht auf dem frisch gemachten Bett, dann doch auf dem bequemen Sessel oder Sofa. Eine Putzfrau beziehungsweise Hotelreinigungsfachkraft verriet allerdings, dass sich viele Gäste mit dem blanken Hintern, man könnte auch sagen mit dem nackten Arsch darauf niederlassen. Und: Einige würden dabei sogar Flecken hinterlassen. Deswegen ist es also ratsam, bevor man sich selbst mit dem nackten Hintern aufs Sofa setzt, ein Handtuch unterzulegen. Idealerweise ein frisches.

Snacks und Getränke

So, jetzt kann man sich endlich aus der Minibar bedienen. Aber was hören wir da? Manche Snacks können da schon seit Urzeiten rumlungern? Also besser mal auf das Verfallsdatum gucken. Und in den vielen kleinen Fläschchen könnte Wasser statt Schnaps drinstecken? Es heißt, viele Gäste würden tricksen, den Alkohol wegsaufen und die Fläschchen neu mit Wasser befüllen. Das wirkt sich natürlich positiv auf die Hotelrechnung aus. Wir empfehlen also: Zur Kontrolle alle Fläschchen schön aufdrehen, dran riechen – und nach einer positiven Probe brav wieder zurückstellen.